Dienstag, 5. August 2014

Faszination Schnecke oder: wie kleine Kriechtiere mich zurück in meine Kindheit versetzen


Als ich letztens mal wieder zu Hause war, regnete es. Ich habe nichts gegen Regen, im Gegenteil, so ein herrlicher Sommertagsregen finde ich wunderbar. Und bei uns im Garten nochmal mehr. Denn dann kommen die ganzen hübschen, kleinen, in aller gelbtönen vorhandenen Schneckchen aus ihren Verstecken und kriechen die niedrige Wand zum Garten hoch um dort im Dschungel von Erdbeeren, Tomaten, Schnittlauch und Kartoffeln zu verschwinden. Immer wenn das passiert, bin ich wieder 5 Jahre alt und könnte Stunden damit verbringen, die Schnecken zu beobachten. Manchmal vielleicht auch kleine Rennen zu veranstalten.

Wettrennen finden manche Schnecken nicht so toll und laufen dann einfach in die falsche Richtung.


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Just eine Woche nach meiner Schneckenbeobachtung im heimischen Garten, fiel mir im Buchladen ein Buch ins Auge: "Das Geräusch einer Schnecke beim Essen" von Elisabeth Tova Bailey. Gesehen, gekauft und innerhalb von zwei Stunden auf der Fahrt von Berlin nach Hamburg verschlungen. Es geht um eine junge Frau, die eine seltene Krankheit hat und ans Bett gefesselt ist. Eine kleine Schnecke im Blumentopf wird zu ihrem "Haustier" - oder vielleicht besser "Beobachtungsobjekt". Nicht nur wirklich gut zu lesen, sondern auch noch sehr lehrreich. Ich habe selten so viel gelernt innerhalb von so kurzer Zeit. Und das Beste: es gibt sogar einen Trailer zum Buch!

 


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