In ein paar Tagen ist es wieder soweit, der Wurstmarkt steht an. Das größte Weinfest der Welt, wie wir Pfälzer gerne prahlen.
Als Kind konnte ich es nach der Schule kaum abwarten nach Hause zu kommen und mit meinen Großeltern über den Markt zu schlendern. Am ersten Tag lief ich oft auch als kleine Knirpsin im Winzerkittel und rotem Tuch um den Kopf mit der Verwandtschaft beim Umzug mit, mit dem der Wurstmarkt eigentlich beginnt. Früher gab es auch noch eine kleine Messe, auf der man allerhand probieren durfte. Ein absolutes Highlight für uns Kinder. Danach ging es zum Zug fahren (ein schönes Karussel, in Form eines kleinen Zuges) oder ganz früher auch zu den Pferden, auf denen man eine Runde reiten durfte.Ich habe mein ganzes "Kerwegeld" für Lose ausgegeben, stets in der Hoffnung das tolle Fahrrad oder den riesen Teddy zu gewinnen.
Im Teeniealter dann ist man verrückte Fahrgeschäfte gefahren, stand bei den Boxautos (oder auch nicht) und sich wahnsinnig gefreut, wenn man an den Feuerwerktagen mal länger als 20 Uhr bleiben durfte. Unser gesamtes Geld haben wir wieder für Lose ausgegeben und für diese Greifarm-Dinger.
Irgendwann ging es dann los mit den ersten Schorle (aus 0,5 l Dubbegläsern) und bis in die frühen Morgenstunden sich mit Freunden verquatschen. So ging das dann weiter bis tief in meine Zwanziger. Es gab Zeiten, da wurde der Wurstmarkt zu meinem zweiten Zuhause. Am Wochenende kam ich erst früh am Morgen wieder zurück, immer ein paar frische Brötchen dabei für meine Mutter und meine Oma. Dann wurde gefrühstückt, danach bin ich schlafen gegangen und dann abends ging es wieder auf den Wurstmarkt. Eine sehr schöne Zeit, die ich wirklich nicht missen mag.
Seit ein, zwei Jahren hat sich mein Wurstmarktverhalten wieder geändert. Wir sind alle irgendwie erwachsen geworden, Freunde sind Eltern geworden, haben geheiratet und leben jetzt in einem anderen Teil der Welt. Es ist alles gemütlicher geworden und es ist auch nicht schlimm, wenn man sich mal einen Tag nicht blicken lässt. Trotzdem ist es immer wieder eine schöne Zeit, weil doch viele wieder die Heimat besuchen (mich eingeschlossen) und man alte Freunde zufällig wieder trifft.
Mein erstes Kleid aus Winzerkittelstoff passt mir mittlerweile nicht mehr so gut. (Das Älterwerden...;)). Es zwickt mich hier und da und außerdem habe ich einen anderen Schnitt gefunden, den ich wesentlich lieber mag. Die letzten Wochen hatte ich gleich zwei Nähprojekte. Der gleiche Schnitt, nur zwei völlig andere Stoffe und Anlässe. Zu dem einen Kleid gibt es in ein paar Wochen mehr, heute stelle ich erstmal mein neues Wurstmarktskleid vor.
Worauf ich besonders stolz bin: Es hat Taschen! Nachdem ich diesen Schnitt nun schon diverse Mal genäht habe und jedes Mal Taschen vergessen hatte, habe ich dieses Mal endlich dran gedacht. :)
Tragen werde ich es übrigens zum Literarischen Frühschoppen nächsten Montag.
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Dienstag, 8. September 2015
Mittwoch, 24. Juni 2015
Genäht: Ein kleines Täschchen aus Wachstuch für's Fahrrad
Mich hat mal wieder das Nähfieber gepackt. Wieder sind es jede Menge Taschen und Täschchen die ich fabriziere (wohin nur mit all den Taschen?! :D). Gerade bin ich mit meiner Strandtasche fertig geworden, da wurde mir mein neues Fahrrad geliefert. Prompt kam mir das nächste Projekt in den Sinn: Eine kleine, wasserabweisende Tasche für die kleinen Werkzeuge, die man immer dabei haben sollte beim Radfahren. Aus einem Rest Wachstuch und ein bisschen Klettband entstand so ruckzuck das nächste Täschchen, das ich wunderbar - dank noch einem weiteren Stück Klettband - an meinem Fahrrad transportieren kann (Nur die Luftpumpe passt nicht rein ;)).
Und das nächste Taschenprojekt steht auch schon in den Startlöchern. Ich brauche nämlich ganz dringend (!) eine neue kleine Tasche zum umhängen für sommerliche Abende im Biergarten oder so.
Und das nächste Taschenprojekt steht auch schon in den Startlöchern. Ich brauche nämlich ganz dringend (!) eine neue kleine Tasche zum umhängen für sommerliche Abende im Biergarten oder so.
Montag, 15. Juni 2015
Genäht: Eine Strandtasche
Auch wenn der Sommer sich hier in München gerade nur sporadisch zeigt: Als ich den Aufruf "Kreiert eure Strandtasche" auf DaWanda gelesen habe, war klar, dass ich mit machen muss. :) Eine neue Tasche hatte ich eh schon länger im Sinn. Der passende Stoff lag auch schon parat. Herausforderung: Eine Innentasche mit Reißverschluß sollte in die Tasche. Dank des tollen Tutorials auf Smila's World hab ich das sogar hinbekommen. Noch etwas zerknittert, aber für den ersten Versuch ist mir das schon ganz gut gelungen, finde ich.
Mittwoch, 10. Juni 2015
Genäht: Shirt zu Jacke
Beim Kleiderschrank ausmisten ist mir dieses Shirt in die Hände gefallen. Ich hatte es noch nie an, wollte es aber auch noch nicht weggeben. Der einzige Grund, warum ich es nicht angezogen hatte bisher, war der Enge Ausschnitt am Hals. Mein bester DIY-Freund Pinterest hat mir dann bei der Lösung geholfen: Einfach ein Jäckchen draus machen! SchnippSchnapp - Halsausschnittproblem gelöst und getragen wird es nun auch öfter.

Zum Schluß habe ich doch keine Tasche dran genäht und gemerkt, dass mein Augenmaß einen leichten Knicks hat, wie man unschwer erkennen kann. Macht aber nichts, dann sieht man wenigstens, dass es selbst genäht ist :D (Merke: Unbedingt so eine Schneidematte besorgen!)
Dienstag, 21. April 2015
Stoffbuchstaben als Babygeschenk
Auf der Suche nach schönen Geschenken für klitzekleine Babys bin ich Mobilees gestoßen. Die mag ich ja eh ganz gerne (siehe mein Muschel Mobilee hier und das Bernstein Mobilee hier außerdem Mamas Strandgut Mobilee hier). Schon lange hatte ich eine "Überarbeitung" dieser Wölkchengirlande im Kopf und daraus ist jetzt ein kleines "Willkommen in der Familie" Geschenk geworden für den Zuwachs meines Cousins. Dabei habe ich so Lust bekommen noch mehr nähen, dass mein Patenkind auch gleich mal noch seinen Namen genäht bekommen hat. :)
Das Ganze ist herzlich einfach:- Buchstaben auf Papier vormalen (geht logischerweise am besten auf kariertem Papier),
- auf den Stoff übertragen,
- rundum nähen - vorsicht, eine Öffnung zum stopfen lassen.
- Dann das ganze auf rechts drehen. (Ganz schön tricky: das O. Mehr dazu ein bisschen weiter unten. )
- Mit Füllwatte oder auch einfach Stoffresten die Buchstaben stopfen
- und mit der Hand zunähen.
Für das Mobilee habe ich außerdem noch eine große Wolke zusammengenäht und eigentlich auch noch zwei Herzchen. Die wurden aber leider nichts, also sind sie beim Endprodukt nicht dabei.
Das O. Ich habe gekämpft. Gefühlt stundenlang! Irgendwie habe ich es wirklich nicht kapiert, wie ich ein Loch in die Mitte bekomme. Dabei ist es ja eigentlich ganz einfach. Man darf nur nicht gleich alles zusammennähen. Erst einmal nur das äußere O nähen (natürlich mit einer kleinen Öffnung, damit man es auch auf die rechte Seite drehen kann), dann umstülpen, dann in die Mitte ein X schneiden und mit der Hand das Loch in der Mitte nähen. Ähem...ja. Ich hoffe, man versteht, was ich meine. Am Ende sieht es jedenfalls so aus ----------------------->![]() |
| Den Pinsel habe ich zum umstülpen verwendet, damit kommt man gut in die Ecken. |
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| Man beachte:
Immer aufpassen, wie man den Stoff zusammen näht. Sonst passiert sowas wie hier mit dem linken Herzen und seinen umgedrehten Herzen :) |
Montag, 24. November 2014
Küchenschürze Deluxe
Naja, ganz so deluxe ist meine Küchenschürze jetzt auch nicht geworden. Aber ich habe etwas hinzugefügt, was ich sehr praktisch finde. Schon immer nerven mich nämlich Taschen an Schürzen. Irgendwie brauch ich die nie, mal sind sie viel zu groß, mal viel zu klein. Beim nähen der Küchenschürze für meinen Cousin (ein Hochzeitsgeschenk) kam mir dann der Einfall, einfach nur zwei Bänder aufzunähen, in die man dann später ein Küchentuch stecken kann, einen Kochlöffel schnell unterkriegt oder was auch immer. Ist keine Tasche, aber für mich irgendwie viel praktischer.![]() |
| Die Schürze für den "Chefkoch"... |
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| ...und die Schürze für die Küchenhilfe. |
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| Und hier das fertig verpackte Geschenk. Irgendetwas kreatives musste ich auch mal mit Blättern machen. |
Dienstag, 4. November 2014
Ein Täschchen aus Schokopapier und ein Happy Birthday Überaschungspäckchen für mein Bruderherz
Ich habe mich an etwas ran getraut, dass ich schon sehr lange versuchen wollte: Eine Täschchen aus Schokoladenpapier. Weil mein Bruderherz ein großer Fan der quadratischen Schokolade ist, ist er jetzt sozusagen Opfer geworden. Zum Geburtstag gab's für den Studenten ein Täschchen aka Federmäppchen (sagt man so überhaupt noch?) aus seiner Lieblingsschokolade. Der schokoladige Inhalt wurde zwar vorher verzehrt, aber im Überraschungspäckchen lagen dafür noch welche mit Inhalt. Erstaunlicherweise ging das sogar sehr gut mit dem nähen. Mit dieser wunderbaren Vorlage, war es kein Problem. Eine Kleinigkeit habe ich auf anraten einer Kollegin anders gemacht: das Papier habe ich beidseitig mit Buchfolie beklebt. Dann nur noch zusammennähen, Reißverschluss rein, zack, fertig!

Zusammen mit einer übergroßen selbstgestaltenen Geburtstagskarte haben sich dann das Täschchen und ein paar Tafeln Schokolade von Berlin auf den Weg nach Tübingen gemacht.
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