Dienstag, 3. Mai 2011

ratter, ratter, ratter, das Maschinchen läuft wieder

Mit jedem samstäglichen Besuch auf dem Stoffmarkt am Maybachufer wächst mein Stofffundus. Vor zwei Wochen kam ein wunderschöner blauer Stoff mit eingewebten Blumenmuster dazu, und schwupps-di-wupps hatte ich mir auch einen Schnitt zusammengeklebt und alles zusammen genäht, bis auf den Reißverschluss. Der musste mit ein wenig Hilfe eingesetzt werden, jetzt muss ich mir nur noch Gedanken über die Länge machen und schon hab ich ein schönes Kleid für besondere Anlässe.

Wohin jetzt?

Es werden immer mehr kleine orangene Figuren, die ich entdecke. Leider gibt's diese jetzt nicht mehr :(

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Aus der Schokoladenküche

Fast eine Woche, dann ist endlich Weihnachten. Das schönste Geschenk hat schon der Nikolaus gebracht, meine Geschenke sind tatsächlich alle schon verpackt und warten darauf, unter den Baum gelegt zu werden. Irgendwas fehlt noch, in der Küche warten 1,2 Kilogramm Schokolade, 3 Chilischoten, zwei Päckchen Mandelstifte, ein Päckchen Orangeat, Cranberries, getrockene Aprikosen, Sahne, Orangenlikör, ein bisschen Pfeffer, bunte Zuckerstreusel und Kokosflocken auf die Verarbeitung. Statt zu einer Weihnachtsbäckerei wurde meine Küche heute zum Schokoladen-Versuchstudio, während ich auf die Ankunft meines Bruderherzchens warte, und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Orangen-Pfeffer-Pralinen
Sahne, Schokolade, Orangeat, Orangenlikör und Pfeffer




Schoko-Orangen-Mandelsplitter
Schokolade, Mandelsplitter, Orangeat, Orangenlikör
Schoko-Kokos-Mandelsplitter 
Schokolade, Mandelsplitter, Kokosflocken

Chilipralinen
Sahne, Schokolade, Chili





Aprikosen-Cranberry-Schokolade
weiße Schokolade, getrocknete Aprikosen, Cranberries






Bunte Schokolade
Schokolade, bunte Zuckerstreusel





Und passend dazu: Rudolph the Red Nosed Reindeer

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Ein Nachtrag: Thanksgiving

Ein Blick auf die Bilder in meinem Handy und ich muss feststellen, wie kurz mein Kurzzeitgedächtnis ist. Da habe ich vor lauter Weihnachten doch fast eines der besten Thanksgiving-Essen vergessen.
Nach Rezept und ein wenig eigener Kreativität wird der Vogel gestopft und mit Fett bepinselt, in den Ofen geschoben und auf das Gelingen gehofft. Dazu leckere Kartoffelecken und Brokkoli...yummy yummy
Als Nachtisch dann Mousse au Chocolat und Panna Cotta...to die for.
Und das macht Lust auf mehr und schon erfüllt mich die Vorfreude nach der Gans zu Weihnachten...

Advent, Advent, ein Adventskalender brennt...

Würde das Erwachensein daran gemessen werden, ob man einen Adventskalender besitzt oder nicht, wäre ich in diesem Jahr endlich erwachsen. Im heutigen Zeitalter gibt es aber ein Allzweckmittel gegen alles: Das Internet. Gefühlte hundert Türchen habe ich im Web heute schon geöffnet, etliche Gewinnspiele mitgemacht. Der Recherche wegen natürlich. Aber befriedigend ist das auch nicht und nicht zu vergleichen mit dem erwartungsvollen "Türchen öffnen" eines Adventskalenders in real.

Nichtsdesto Weihnachtszeit: Die Adventszeit ist schön - gar keine Frage. Ich liebe den Kitsch, das Glitzern, der Zimtduft, der Tannenduft, das eisige, kalte Wetter und die vielen leuchtenden Lichter. Aus irgendeinem Grund gehört der ganze Kitsch aber nicht in meine Wohnung. Da herrscht der Frühling. Ein Tannenbaum müsste da schon hellgrün sein mit weißen kleinen Bilderrahmen und Schmetterlingen aus weißem und grünem Seidenpapier. Aber das wäre wohl kein Christbaum mehr. Dafür schmückt meine Küche nun einen kleinen, feinen, grün-weißen Möchtegern-Adventskranz.
Musik für romantische Winterspaziergänge

Sonntag, 21. November 2010

Pralinenzeit

Die Weihnachtszeit naht. In den Supermärkten wird man schon seit Monaten dazu verführt, Süßes unter seinen Einkauf zu schmuggeln. Die ersten weihnachtlichen Lichterketten hängen schon in den Schaufenstern der Stadt, die Weihnachtsmärkte werden aufgebaut und riesige Sterne stehen auf der Fußgängerzone um in den nächsten Stunden von Fachmännern über der Straße installiert zu werden. Die ersten Weihnachtsgeschenke liegen in meinem Schrank gleich neben dem Dekokram, das im Laufe der Woche hübsch in der Wohnung platziert wird.


Hätte ich einen Ofen, hätte ich wohl schon die ersten Plätzchen gebacken, oder wenigstens Zimt-Muffins mit Zuckertannenbäumchen obenauf. Stattdessen kommen doch wieder drei Tafeln Schokolade und ein Becher Sahne in einen Kochtopf, ein paar Teelöffelchen feingehackte Chilischoten dazu - und schon ist sie fertig, die erste Ladung Pralinen in diesem Jahr. Ein Stunde in der kalten Küche (perfekt zum Pralinen rollen) und schon rollen 90 Chili-Pralinen durch Kakao und landen in einer Pralinenbox - ready zum Verzehr.

Sonntag, 14. November 2010

Der passende Platz fürs Bett

Den ersten Kontakt mit dem Berliner Wohnungsmarkt hatte ich mit der Serie "Berlin, Berlin". In einer Folge sucht Lolle, die Hauptdarstellerin eine Wohnung. Sie geht zu Wohnungsbesichtigungen und überall dabei: etliche Menschen. Damals dachte ich mir, dass das ja wohl sehr übertrieben sein muss. Im Februar diesen Jahres wurde ich eines besseren belehrt. Eine einzige Wohnung habe ich mit ganz alleine, unter persönlicher Führung angeschaut. Bei allen anderen mit dabei: etliche Menschen. bei jeder Wohnungsbesichtigung hatte ich mindestens 5 Mitbewerber, meistens eher 10, 15, 20 Leute. Viel zu viele, als das alle in die Wohnungen gepasst hätten und so standen immer welche auf dem Flur haben gewartet, bis die ersten wieder abgestaubt sind. Zur nächsten Besichtigung vermutlich. Bei mir ist es am Ende die Wohnung mit der privaten Besichtigung geworden.

Jetzt bin ich unzufrieden. Der Teppich macht mich krank. Der Boden knackt, dass ich Angst bekomme demnächst ein Stockwerk tiefer zu landen. Die seltsame ach-so-energiesparende-Heizung macht nur in einem Radius von 20 Zentimeter warm. Meine Waschmaschine steht in meinem Schlafzimmer, weil die Küchentür zu schmal ist. In meinem Bad gibt es keine Heizung. Ich habe alle, alle Möglichkeiten durch mein Bett umzustellen und kann immer noch nicht gut schlafen. Meine Küche ist kalt und ungemütlich. Ich habe nur zwei Kochplatten und keinen Backofen. Die Wände sind zu niedrig und das Fenster zu hoch.

Es gibt auch postitives an meiner Wohnung. Der große Balkon, der eigentlich die Erweiterung meines Zimmers ist, oder besser gesagt: er ist mein Wohnzimmer. Leider nur im Sommer begehbar. Ich habe einen begehbaren Kleiderschrank. Klein, aber es passt irgendwie. Nur die Schuhe, deren Anzahl ständig steigen, passen nicht rein.

Ich will eine Altbau-Wohnung. Mit hohen Wänden und großen Fenstern in der Küche. Ein Schlafzimmer und ein Wohnzimmer, in dem ich mir einen extra Nähbereich einrichten kann. Oder eine große Küche, in dem ich ein großes Sofa unterbringen kann und ein großes Schlafzimmer, in dem ich mein Bett umstellen kann sooft ich will, bis ich den perfekten Platz gefunden habe. Eine Küche mit mindestens drei Kochplatten und einem Backofen. Ein Spülbecken, in dem ich spülen kann, ohne jedes Mal ein großes Planschbad zu veranstalen.

Also geht sie wieder los, die Wohnungsbesichtigung gemeinsam mit etlichen anderen Menschen. Heute gab es die erste. Vor der Tür: 21 Menschen. Die Wohnung, im Gartenhaus, natürlich kleiner als auf den Bildern. Etwas dunkel, dafür das Schlafzimmer riesen groß. Ich male mir schon aus, welche Wand ich in meinem grün streichen kann. Die Küche dafür, schrecklich. Sie ist offen, und sähe der Herd nicht so aus, als würde er jeden Augenblick explodieren, wäre sie gar nicht so schlecht. Mit Schrank unterm Fensterbrett. Aber irgendwie macht es leider nicht "Klick". Schade, wenigstens das hätte ja jetzt mal funktionieren können. Also mach ich mich auf den Heimweg und versuche einen neuen Platz für mein Bett zu suchen, auf dem es noch nicht stand. Gibt es nicht. Also werde ich mich einfach mal verkehrt herum ins Bett legen.